Forschung und Projekte

Für den Betrieb und die Kühlung von HPC-Ressourcen besteht ein hoher Energiebedarf. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, ob energie- und kosteneffiziente ARM-Prozessoren eine Alternative zu den herkömmlichen HPC-Ressourcen darstellen. Ziel des Pilotprojekts "Evaluation der ARM-Architektur für den Einsatz im Bereich High-Performance Computing (HPC)" ist es daher vornehmlich Mini-Cluster aus ARM-Boards aufzubauen und zu testen, sowie die Leistungsfähigkeit von ARM-Prozessoren für HPC-Anwendungen zu untersuchen. Mit Hilfe dieses Projektes sollen abschließend Erfahrungen für zukünftige Beschaffungen im Bereich HPC gesammelt werden.
Wenn nach dem Eingang einer Problemmeldung Details ermittelt werden sollen, können Langzeitmessungen einiger Netzwerkeigenschaften hilfreich sein, um Hinweise zur Fehlereingrenzung zu sammeln. Ziel des Projekts "Netzwerk Probe" ist es daher ein Wandboard Quad unter anderem auf seine Eignung als Netzwerk Probe für Langzeitmessungen sowie Applikations- und Firewalltests zu testen und festzustellen, ob die notwendigen Anwendungen problemlos und performant genug arbeiten.
3D-Drucktechniken haben im Bereich Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert erlangt. In diesem Zusammenhang will das URZ einen zentralen Anlaufpunkt gestalten, an dem die entsprechenden Techniken des 3D-Drucks zur Verfügung gestellt werden. Um dies zu ermöglichen wurde das Projekt "Evaluierung und Einführung des 3D-Druck-Service" ins Leben gerufen, dessen Ziel die Evaluierung zur Einführung eines 3D-Druck-Service für alle Institute der Universität am URZ Heidelberg ist.
Um Institutsinterne Befragungen durchzuführen ist es derzeit gängige Praxis individuelle PHP-Skripte zu programmieren, die CSV-Dateien liefern, die anschließend mittels Excel oder geeigneter Statistikprogramme ausgewertet werden. Mit den beiden Produkten Limesurvey und SoSci Survey stehen aber kostenfreie Open-Source Produkte für solche Umfragepraktiken zur Verfügung. Ziel des Pilotprojekts "Umfragesoftware" ist daher die Auswahl einer Umfragesoftware, sowie die Evaluierung einer Universitätsweit-nutzbaren Implementierung und deren mögliche Umsetzung.
Die staatlichen Universitäten des Landes Baden-Württemberg hatten sich entschlossen, die regionale Grid-Infrastruktur bwGRiD aufzubauen, deren Cluster-Hardware vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wurde. Die Hochleistungscluster können bei großem Rechenleistungsbedarf genutzt werden, z.B. für umfangreiche Modellrechnungen und sind für den Batchbetrieb also für nicht-interaktive Rechnungen konzipiert. Die bwGRiD Cluster sind seit 2008 in Betrieb und werden nach und nach durch den bwUniCluster und die bwForCluster ersetzt. Zur Zeit können noch die bwGRiD Cluster in Tübingen und Esslingen benutzt werden.
Das Forschungsdatenmanagment ermöglicht die einfache Benutzung und die nachhaltige Speicherung aller Arten wissenschaftlicher Daten. Durch den schnell wachsenden Datenumfang, die Vielfalt der Daten und Analysemöglichkeiten nimmt die Bedeutung von Forschungsdatenmanagment in vielen Wissenschaftsdisziplinen erheblich zu. Ziel des von 2014 bis 2015 andauernden Landesprojekts "bwFDM-Communities" ist daher die Bedarfsermittlung und Konzeption von Diensten rund ums Forschungsdatenmanagment.
Simulationen mit Hochleistungsrechnern (High Performance Computing, HPC) sind neben theoretischen Analysen und Experimenten als dritte Säule der wissenschaftlichen Forschung etabliert. Neben der Rechenleistung rückt aber auch der Energieverbrauch immer mehr in den Fokus. Grund hierfür ist, dass der Energieverbrauch vieler HPC-Systeme ein Level erreicht hat, auf dem die laufenden Kosten für die Energieversorgung deren Anschaffungskosten bereits nach wenigen Jahren übersteigen. Ziel des Projekts "Energieffizientes Rechnen" ist daher die Entwicklung von Benchmarks für den Energieverbrauch sowie die Durchführung von Energie-Messungen zur Bewertung der Energie-Effizienz von Rechner-Systemen.
Im Sonderforschungsbereich "Materiale Textkulturen" werden die Zusammenhänge zwischen Texten, den Text-tragenden Objekten sowie ihren umgebenden Räumen und den Handlungen, die an ihnen vollzogen wurden, erforscht. Die zu untersuchenden Artefakte langen dabei von Säulen, Portalen Tontafeln bis zu Amuletten und Papyri aus den unterschiedlichsten Zeiträumen. Die digitale Erfassung dieser Bestände und die komplexen Fragestellungen an die heterogenen Daten erfordern fundierte technologischen Lösungen. Diese gewährleistet das Serviceprojekt INF, das durch die gemeinsame Daten-Plattform MTK-Online die Dateneingabe, -abfrage und - analyse ermöglicht. Serviceprojekt zu Informationsmanagement und Informationsinfrastruktur.
Für die Erschließung von digitalisierten Karten und die Recherche von Datenbeständen digitaler Quellen der Universitätsbibliothek Heidelberg wurde das Projekt "heiMAP - Virtueller Kartentisch" ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines virtuellen Kartentischs zur kollaborativen Forschungsarbeit an überwiegend historischen Karten und Geodäten (WebGIS), der in ein Web-Portal mit modularen Werkzeugen und Diensten zum Projekt- und Datenmanagment integriert ist.
Die Nutzung digitaler Medien und computergestützte Forschungsmethoden ist ein zentraler Bestandteil modernen, wissenschaftlichen Arbeitens geworden, der aber auch neue Herausforderungen gerade im Bereich des Management von digitalen Forschungsdaten mit sich bringt. Das Kompetenzzentrum Forschungsdaten (KFD) der Universität Heidelberg unterstützt Wissenschaftler in der Arbeit mit dem Management von Forschungsdaten während des gesamten Forschungsprozesses. Mit dem E-Science Projekt "Community-spezifische-Forschungsdatenpublikation" wird das KFD vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg für den Aufbau von generischen Datenpublikationsplattformen gefördert. In Zusammenarbeit mit Partnern aus unterschiedlichen Disziplinen werden erste prototypische Präsentationsplattformen aufgebaut, die in die bislang vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden.
Das klassische Konzept der Remote-Visualisierung besteht aus einer zentralen leistungsfähigen Rechen- und Grafik-/Visualisierungsarchitektur sowie einem entfernten Arbeitsplatz, zu dem Bildströme übertragen werden. Im Rahmen des Projekts "bwVisu" werden leistungsfähige Visualisierungs-Ressourcen zur Verfügung gestellt, die von den wissenschaftlichen Einrichtungen im Land eingesetzt werden können. Ziel ist die Entwicklung eines Dienstes zur Remote-Visualisierung von wissenschaftlichen Daten, wobei eine hohe Skalierbarkeit durch den Einsatz von Cloud-Technologien erreicht werden soll.
Das Projekt bwHPC-C5 (Coordinated Compute Cluster Competence Centers) stellt die Brücke zwischen den Wissenschaftlern und den HPC-Systemen in Baden-Württemberg dar. Ziel des Projekts, das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert wird, sind die Koordination einer hochschulübergreifenden Unterstützung für die Nutzer der baden-württembergischen Hochleistungsrechner und die Verwirklichung der dafür erforderlichen Maßnahmen.
bwFDM-Info unterstützt Forschende bei unterschiedlichsten Fragen im Umgang mit Forschungsdaten, liefert Informationen und bündelt verschiedene Landes-E-Science-Initiativen aus dem Bereich Forschungsdatenmanagement.