Informationsseite  Large Scale Data Facility (LSDF)

Speicherinfrastruktur für forschungsnahe IT-Dienste.

Die Large Scale Data Facility (LSDF) ist eine zentrale, am Universitätsrechenzentrum und KIT betriebene Speicherinfrastruktur für große wissenschaftliche Datenmengen. Sie dient als verlässliche, professionell betriebene Speicherlösung für zahlreiche forschungsnahe Dienste, die von datenintensiven Fachgebieten – etwa Lebenswissenschaften, Astrophysik, Hydromechanik, Medizin, Wissenschaftliches Rechnen, Geisteswissenschaften, Geowissenschaften genutzt werden. Erst durch den Einsatz einer zentralen Speicherinfrastruktur können die Anforderungen an Datenvolumen, Zugriffsgeschwindigkeit, Betriebssicherheit und Nachhaltigkeit Erreicht werden.

Foto des Hochleistungsspeichersystems IBM Storage Scale System 6000

Dienste für Forschende

Forschende können spezielle IT-Services am Standort Heidelberg nutzen, die auf der Speicherinfrastruktur der LSDF basieren und im Service-Katalog gelistet sind:

  • SDS@hd – Scientific Data Storage: Landesdienst für Forschende aus Baden-Württemberg zur Speicherung von „heißen“ Forschungsdaten, auf die häufig zugegriffen wird.
  • heiARCHIVE: Zentraler Archivierungsdienst für die Forschungsdaten der Universität Heidelberg.
  • Einsatz von Hierarchischem Speicher-Management (HSM): HSM-basierter Speicher als Backend für Repositorien (in Vorbereitung): Speicher-Backend für Datenpublikationsdienste unterschiedlicher Communities aus der NFDI und aus Baden-Württemberg.

 

Fakten im Überblick

  • Datensicherheit: Kopie sämtlicher Daten auf Disaster-Recovery-System mit Medien-Bruch. Defekte Medien werden vor Ort zerstört. Zusätzlich Snapshot-Mechanismus (im Falle von 

    SDS@hd als Schutz vor versehentlichem Löschen durch Nutzende).
  • Energieeffizienz und Kosteneffizienz durch den Einsatz von Hierarchischem Speicher-Management (HSM): Kombination aus schnellem Online-Speicher und Band-Speicher (Tape) für große Speicherkapazitäten.
  • Kapazität: Die LSDF in Heidelberg verfügt über eine nutzbare Kapazität von über 20 PB Online-Speicher und über 20 PB Band-Speicher.
  • Anknüpfung an Supercomputing-Ressourcen: Die LSDF ist eng mit dem Hochleistungsrechencluster bwForCluster Helix verknüpft und ermöglicht die Speicherung und Bearbeitung umfangreicher Datenmengen. Dies kann niederschwellig auch über den Landesdienst bwVisu erfolgen.
  • Strategische Forschungsinfrastruktur: LSDF ist eingebettet in das Rahmenkonzept der Landesuniversitäten für High-Performance Computing (HPC) und Data-Intensive Computing (DIC) und dadurch auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die strategische Ausgestaltung und Umsetzung erfolgt in Kollaboration mit dem KIT.
  • BaWü Datenföderation: Die LSDF stellt im Rahmen der Datenföderation in Baden-Württemberg einen WebDAV-Endpunkt und FTS3-Zugriff zur Verfügung und ermöglicht dadurch performante Transfers großer Forschungsdaten über Standorte hinweg.
  • Förderungen: Die Finanzierung der Infrastrukturkosten erfolgt aus Fördermitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Forschungsgroßgeräte nach Art 91b GG  (FUGG) und Großgeräte der Länder (LAGG), die in einer Reihe von Anträgen eingeworben werden, zuletzt durch LSDF3 und bwData4NFDI.