XX. April 2026 - Netzwerk WLAN-Projekt: Ein Meilenstein für das Campus-Netz

Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit hat das Universitätsrechenzentrum das 2024 begonne Projekt zum campusweiten WLAN‑Ausbau erfolgreich abgeschlossen. Das im Sommer 2025 vom Rektorat beauftragte Vorhaben startete mit drei Referenzgebäuden als eines der umfangreichsten universitären IT-Projekte unter Beteiligung aller Einrichtungen. Heute profitieren Studierende, Forschende, Mitarbeitende und Gäste in der Altstadt, im Neuenheimer Feld und in Bergheim von einem stabileren und schnelleren Netzwerk – ein Grundstein für die digitale Zukunft der Universität. 

Büro, Bibliothek, Hörsaal und Schwimmbad: Bessere Netzabdeckung für alle Campusbereiche

WLAN ist einer der zentralen IT‑Dienste des Universitätsrechenzentrums – über eduroam greifen nahezu alle Studierenden und Mitarbeitenden täglich darauf zu. Nicht nur für die Lehre ist es für hybride Formate, zur Evaluation oder für digitale Klausuren unverzichtbar. „Eine leistungsstarke WLAN-Infrastruktur ist Teil des digitalen Fundaments für moderne Forschung, Lehre und Wissenschaft", betont auch Andreas Klewe, IT- und Netzbeauftragter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (ISSW), dessen Gebäude und Sportstätten dank des Projekts nun eine deutlich verbessere WLAN-Infrastruktur aufweisen.

„Eine leistungsstarke WLAN-Infrastruktur ist Teil des digitalen Fundaments für moderne Forschung, Lehre und Wissenschaft".

Andreas Klewe, IT- und Netzbeauftragter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (ISSW)

Am Institut für Sport und Sportwissenschaft zeigt sich die Vielfalt der Nutzungs- und Raumsituationen, für die stabile WLAN-Anbindungen notwendig sind: In den Gebäuden INF 700 und 720 gibt es nicht nur Hörsäle, Lehr- und Büroräume, sondern auch Sporthallen und Labore, in denen Studierende und Forschende mittels Sensoren Messdaten erfassen; es finden Kongresse mit Gastwissenschaftler:innen oder Live-Übertragungen von Sportveranstaltungen statt und auch im Keller des Schwimmbads sichert eine komplexe Technik den Badbetrieb, da Fachleute und Dienstleister über mobile Endgeräte dort Daten in die Cloud laden, wo es keine Mobilfunkverbindung gibt. Nicht zuletzt werden auch die Sportstätten im Außenbereich wie z.B. die Beachvolleyballfelder perspektivisch noch mit WLAN-Zugang ausgestattet - die Vorbereitungen dafür sind an den Gebäudeaußenseiten bereits getroffen.

Porträt Andreas Klewe, ISSW

Am ISSW haben wir besondere Anforderungen, da bei uns Lehre nicht nur im Hörsaal oder Seminarraum stattfindet, sondern auch in den Sporthallen, im Kraftraum oder draußen im Stadion. All diese Stätten weisen jetzt eine deutlich bessere WLAN-Abdeckung auf. Zudem mussten bei uns viele Kabel verlegt werden. Uns war es wichtig, dass wir in den Ausbau einbezogen werden und der Lehrbetrieb nicht gestört wird. Wir haben zusammen mit dem Netzwerkteam des URZ und dem externen Planer alles angeschaut und konnten genau sagen, wo wir WLAN benötigen. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und die Baumaßnahmen wurden sehr schnell in den Semesterferien umgesetzt. Besonders positiv für uns ist, dass die komplette IT-Infrastruktur profitiert hat: Parallel zum Einsatz der neuen Access Points und schnelleren Switche wurde auch die Anbindung an das Glasfasernetz auf eine deutlich höhere Bandbreite umgestellt.

Andreas Klewe, IT-Beauftragter am Institut für Sport und Sportwissenschaft (ISSW)

Planung und Umsetzung: Vom Konzept zu leistungsfähiger Infrastruktur und sicherem Betrieb

Am Beispiel des ISSW zeigt sich, dass das Projekt über die Ausstattung von Lehrräumen hinausging. Verfolgt wurde ein ganzheitlicher Ansatz, der die unterschiedlichen Bedarfe der Einrichtungen berücksichtigt und die Netzwerkinfrastruktur insgesamt einbezieht. Ein WLAN-System umfasst nicht nur die Funk-Endgeräte (Access Points, APs), sondern zum großen Teil auch die kabelgebundene Infrastruktur, die diese mit dem Netzwerk verbindet. Die Switches bilden dabei das Rückgrat: Sie versorgen die Access Points mit Strom und Bandbreite und steuern sowie priorisieren den Datenverkehr.
Diese enge Verzahnung von Funk- und Kabelinfrastruktur erforderte eine gut koordinierte Umsetzung über alle Projektphasen hinweg. In enger Abstimmung mit den Einrichtungen, dem Dezernat 3 (Planung, Bau und Sicherheit) sowie dem Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg hat das URZ das Gesamtprojekt und die externen Dienstleister gesteuert – von der Gebäudebegehung über Baumaßnahmen und Verkabelungen bis hin zur Installation und Inbetriebnahme der neuen Access Points.

WLAN - einer der wichtigsten IT-Services: 774 neue Access Points in 48 Gebäuden 

Auch nach Abschluss dieser Ausbauphase sorgt das Netzwerkteam dauerhaft für ein stabiles, leistungsfähiges WLAN auf dem Campus. Es betreut die Infrastruktur, entwickelt sie kontinuierlich weiter und plant den Ausbau weiterer Gebäude und Außenflächen. 
Die folgenden Kennzahlen belegen sowohl die Größenordnung des Projekts als auch die kontinuierliche Erweiterung des drahtlosen Netzwerks:

  • 48 Gebäude wurden neu mit WLAN versorgt
  • 500 veraltete Access Points wurden ausgetauscht
  • 774 neue Access Points an das Netzwerk der Universität angeschlossen. Damit wurden in kurzer Zeit mehr APs in Betrieb genommen als jemals zuvor an der Universität Heidelberg.
  • Die Gesamtzahl der Access Points auf dem Campus erhöht sich auf rund 2.800
  • durchschnittlich ca. 15.000 angemeldete mobile Geräte pro Tag

WLAN ist genauso elementar wie Wasser und Strom. Unser Ziel ist, sämtliche Universitätsgebäude und Außenanlagen optimal zu vernetzen und den Ausbau konsequent voranzutreiben. Bei diesem Großprojekt standen schnelle, messbare Erfolge im Vordergrund – und das ist gelungen: In nur 1,5 Jahren haben wir 48 Gebäude in verschiedenen Teilen aller Campus ausgebaut. Wir hoffen, bald weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Netzinfrastruktur umsetzen zu können.

Dr. Maximilian Hoecker, Technischer Direktor am URZ und Projektleiter

Stimmen aus dem Campus

Portrait Dr. Kilian Schultes

Der Ausgangszustand war wirklich problematisch. In der Bibliothek – ausgerechnet dort, wo Studierende mit dem Handy nach Signaturen suchen – gab es kein WLAN. In den Übungsräumen brach das Netz zusammen, sobald der Hörsaal oben voll belegt war. Mindestens drei Professorenbüros hatten kein stabiles WLAN. Alle haben sich beschwert – das gehört nun hoffentlich der Vergangenheit an. Ich wäre sehr überrascht, wenn sich die Studierenden nicht freuen würden, der Leidensdruck war deutlich spürbar. Bei den Kolleginnen und Kollegen herrscht jedenfalls bereits große Freude: Die zentralen Probleme sind behoben. Einen großen Anteil daran hat das Netzwerkteam des URZ, sie sind trotz ihrer geringen Zahl für ein riesiges Netz zuständig und dabei ununterbrochen im Einsatz. Ich arbeite seit 20 Jahren mit ihnen zusammen – sie sind immer wieder die ‚Guardian Angels', wenn etwas schiefläuft, und zeigen dabei eine bemerkenswerte Frustrationstoleranz. Insgesamt sind wir dem Land, dem URZ und seinem Netzwerkteam sehr dankbar - das Historische Seminar hätte diese Investition nie alleine tragen können.

Dr. Kilian Schultes, Fachstudienberater und IT- und Netzbeauftragter Historisches Seminar

Portrait Holger Köppe

Vor dem Ausbau gab es in beiden Gebäuden einfach tote Löcher – keine Verbindung, nichts. Für eine Exzellenzuniversität mit internationalen Gastwissenschaftler:innen war das nicht immer Ideal. Wir waren wirklich erleichtert, als diese Aktion in Gang kam – und besonders froh, dass es ein zentraler Ansatz war: Nicht nur die großen Institute zuerst, sondern alle. Das Netzwerkteam hat dabei eine wichtige Rolle gespielt und vor Ort genau hingeschaut. Das Ergebnis hat sich sofort gezeigt: Alle waren begeistert und haben es mir direkt gezeigt – voller Ausschlag auf dem Handy. Zwei, drei Tage nach der Montage war alles prima.

Dipl. Geogr. Holger Köppe, IT- und Netzbeauftragter Geographisches Institut