Barrierefreie Informationsangebote

A. Vorteile für alle Nutzerinnen und Nutzer sowie die Anbieter von Informationsangeboten im Internet

Neben der Hauptzielgruppe der Menschen mit Behinderungen profitieren auch alle anderen Zielgruppen und nicht zuletzt die Anbieter selbst von möglichst barriererfreien Informationsangeboten.

Die Teilgruppe 'junge Menschen' nutzt im sich rapide verstärkendem Maß mobile Endgeräte wie Handy, Smartphones und Tablett-Computer, bei welchen die Nutzbarkeit und Gebrauchstauglichkeit von der Umsetzung zentraler Anforderungen an barrierefreie Websites abhängt. Zu nennen sind hier vor allem: Standardkonformität (valides HTML und CSS), skalierbare Layouts sowie übersichtliche Navigationsmöglichkeiten.

Für die Teilgruppe 'ältere Menschen' sind z.B. vergrößerbare Schriften, Vermeidung von blinkenden und sich bewegenden Elementen sowie verständliche Sprache Grundvoraussetzungen für die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Informationsangeboten im Internet.

Anbieter von Informationsangeboten profitieren von Standardkonformität sowie der durchgängigen und konsistenten Verwendung von Strukturelementen, da diese unabdingbare Voraussetzung für eine optimale Indizierung durch sogenannte Robots und damit für eine gute Platzierung in Suchmaschinen sind.

 

B. Rechtliche Grundlagen

a) Landesgesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Das vom Landtag Baden-Württemberg am 20. April 2005 beschlossene "Landesgesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und zur Änderung anderer Gesetze" (LBGG) schreibt in § 10 die Barrierefeiheit medialer Angebote vor:

"Öffentliche Stellen im Sinne des § 6 Abs. 1 Satz 1 gestalten ihre Internetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, im Rahmen der technischen, finanziellen und verwaltungsorganisatorischen Möglichkeiten so, dass sie von Menschen mit Behinderungen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können."

b) BITV

Die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz, kurz Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0, ist eine Ergänzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) vom 27. April 2002.

Die Verordnung soll bewirken, dass die betreffenden Angebote der Informationstechnik behinderten Menschen im Sinne des § 3 des Behindertengleichstellungsgesetzes, denen ohne die Erfüllung zusätzlicher Bedingungen die Nutzung der Informationstechnik nur eingeschränkt möglich ist, den Zugang zu dieser zu eröffnen oder zu erleichtern. Ermächtigungsgrundlage der Verordnung ist § 11 Abs. 1 S. 2 des BGG. Am 22. September trat eine aktualisierte Fassung unter dem Titel "BITV 2.0" in Kraft.

§ 10 des LBGG überträgt die Anforderungen der jeweils gültigen BITV auf die Landesebene:

"Die Anforderungen zur barrierefreien Gestaltung orientieren sich an den Standards der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung vom 17. Juli 2002 (BGBl. I S. 2654) in der jeweils geltenden Fassung." 

Das Sozialministerium Baden-Württemberg geht in Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst davon aus, dass die Hochschulen des Landes sowohl unter den Begriff der landesunmittelbaren Körperschaften des öffentlichen Rechts als auch den der Einrichtungen der Landesverwaltung fallen. Mit der klaren Folge, dass die Hochschulen den Anforderungen des § 10 (barrierefreie mediale Angebote) mit samt dem vorgesehenen Verweis auf die BITV nachkommen müssen.

Daraus folgt: Die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg sind grundsätzlich verpflichtet, ihre Internetauftritte barrierefrei zu gestalten.

  

Informationsquellen:

Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung - BITV 2.0)

http://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0/index.html

 

Landesgesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und zur Änderung anderer Gesetze (20. April 2005)

http://www.sozialministerium-bw.de/fm7/1442/13_4279_d.pdf

 

Beauftragter der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen (Landesbehindertenbeauftragter)

http://www.sozialministerium-bw.de/de/Landesbehindertenbeauftragter/256515.html

 

C. Leitfaden zur Herstellung barrierefreier Informationsangebote im Internet

1. Stellen Sie Alternativen für jeden Nicht-Text-Inhalt bereit

Versehen Sie Bilder und grafische Elemente, die der Vermittlung von Informationen dienen, mit Alternativtexten. Diese Alternativtexte ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, die mit der Grafik transportierte Information wahrzunehmen. Vermeiden Sie für den Alternativtext zu lange und zu ausführliche Beschreibungen, falls es für das Verständnis nicht unbedingt erforderlich ist. Als Obergrenze für die Länge des Alternativtextes gelten 80 Zeichen. (Diese Anzahl resultiert aus den maximal auf einer Braille-Zeile.)

Grafiken werden über das sogenannte <img>-Element in Text eingefügt. Das <img>- Element besitzt das alt-Attribut über das ein Alternativtext angegeben werden kann.

Sollten für die Beschreibung der Grafik 80 Zeichen nicht ausreichen (etwa weil ein in der Grafik enthaltener Börsenkurs detaillierter beschrieben werden muss) und Sie den informativen Inhalt nicht in den Fließtext integrieren möchten, müssen diese Informationen auf andere Weise bereitgestellt werden.

Für diesen Fall besitzt das img-Element neben dem alt-Attribut noch das longdesc-Attribut, das es Ihnen ermöglicht, eine detaillierte Beschreibung des Bildinhalts auf einer separaten Seite anzubieten. Unterstützt Ihr verwendeter Editor die Verwendung des longdesc-Attributes nicht, können Sie den HTML-Quelltext oftmals manuell bearbeiten.

Benötigen Sie häufiger eine detaillierte Beschreibung, weisen Sie die Entwickler auf diese Notwendigkeit hin, damit sie den Editor eventuell um diese Funktion erweitern. Bei Bildern wird zwischen Informationsgrafiken (Schriftgrafiken, Symbole, Logos, Abbildungen, Illustrationen) und Layoutgrafiken unterschieden. Enthält eine Grafik geschriebenen Text, ein Symbol oder ein Logo, so muss der Alternativtext die in der Grafik optisch erkennbare Information enthalten. Das bedeutet, dass ein abgebildeter Text oder die Funktion des Symbols wiedergegeben werden muss.

Generell sollten Schriftgrafiken vermieden werden, da sie nicht oder nur eingeschränkt den individuellen Bedürfnissen des Betrachters angepasst werden können.

Alternativtexte für Grafiken, die der Illustration eines Sachverhalts dienen, wie der Darstellung eines Aktienkurses oder der Bedienung eines technischen Gerätes, müssen die wesentlichen Informationen, die die Grafik vermittelt, enthalten. In vielen Intranets werden zur Visualisierung der Zuständigkeiten innerhalb des Unternehmens Organigramme verwendet und als einzelne Grafik im Intranet für die Mitarbeiter veröffentlicht. Solche und ähnliche Diagramme vermitteln umfangreiche Information in kompakter, visueller Form.

Der Alternativtext zu einem Diagramm sollte die zentrale Aussage des Diagramms wiedergeben. Eine detaillierte Beschreibung sollte im Fließtext erfolgen.

Grafiken, die als Bedienelement (etwa zum Abschicken eines Formulars) oder als Link (beispielsweise zu einer vergrößerten Ansicht der jeweiligen Grafik) verwende werden, sollten im Alternativtext die Aktion des Bedienelements (etwa „Formular absenden“) oder das Linkziel („zu einer vergrößerten Ansicht der Grafik XY“) enthalten.

Layoutgrafiken enthalten keine Information und dienen ausschließlich gestalterischen Zwecken Sie benötigen daher in der Regel keinen Alternativtext. Vermeiden Sie, das alt-Attribut vollständig aus dem img-Element zu entfernen, da Screenreader ein fehlendes alt-Attribut (je nach Einstellung durch den Anwender) anders handhaben als ein leeres.

Lassen Sie daher bei Layout-Grafiken den Alternativtext leer.

Als Ergänzung zum Alternativtext einer Grafik und als Alternative zur longdesc- Beschreibung können Sie Bildunterschriften verwenden. Dies stellt oftmals auch für sehende Nutzer einen Mehrwert dar, etwa wenn es um die Vorstellung von in der Grafik abgebildeten Personen geht.

2. Stellen Sie für multimediale Inhalte äquivalente Alternativen bereit

Stellen Sie für jede Audiodatei mit gesungener/gesprochener Sprache ein Textäquivalent bereit, damit auch Gehörlose den Inhalt wahrnehmen können. Für Videos sollten Sie darüber hinaus eine Transkription anbieten, die alle relevanten Informationen des Videos enthält. Die Transkription kann in einer separaten – eventuell auf den PC des Anwenders herunterladbaren Datei – per Hyperlink bereitgestellt werden. Videos sollten um synchronisierte Untertitel für im Video auftretende Geräusche oder Sprache ergänzt werden. Synchronisierte Untertitel erleichtern hörbehinderten Nutzern das Verständnis während das Video abgespielt wird.

3. Gestalten Sie Inhalte ohne Informations- oder Strukturverlust

Gliedern Sie zusammenhängende Informationsblöcke durch passende HTML-Strukturelemente in mehrere übersichtliche Abschnitte.

Eine Strukturierung und Gruppierung erleichtert vielen Anwendern das Verständnis. Darüber hinaus ermöglicht es eine schnelle Navigation innerhalb der Website und beschleunigt das Auffinden gesuchter Informationen.

Besonders Anwender, die assistive Technologien wie Screenreader einsetzen, können davon profitieren, da sie sich oftmals von Überschrift zu Überschrift und Absatz zu Absatz bewegen.

Die Verwendung passender HTML-Strukturelemente erzielt eine von der Präsentation unabhängige semantische Struktur.

Dies gewährleistet, dass auch Anwender, die die visuelle Standard-Präsentation nicht verwenden, diese Struktur wahrnehmen können.

Nutzen Sie dazu die Sprachelemente in HTML zur Auszeichnung von Überschriften, Absätzen, Listen und Formularelementen. 

4. Stellen Sie sicher, dass die Inhalte auch ohne Farbe verständlich bleiben

Texte und Grafiken müssen auch dann verständlich sein, wenn sie ohne Farbe betrachtet werden. 

Menschen mit Farbfehlwahrnehmungen oder anderen Sehschwächen können einige Farben nicht korrekt wahrnehmen. So leidet in Deutschland etwa jeder 10. Mann an der Rotgrünblindheit. Sie können die Farben rot und grün nicht voneinander unterscheiden.

Wenn Sie individuelle Farben, die von den durch die Entwickler vorgegebenen Stildefinitionen abweichen, verwenden möchten, ist insbesondere auf einen hohen Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrundfarbe zu achten. Setzen Sie dazu entweder helle Textfarben auf dunklem Hintergrund oder dunkle Textfarben auf hellem Hintergrund ein. Um den Kontrast zu überprüfen ist es zweckmäßig, kritische Passagen auf einem Schwarz- Weiß-Drucker auszudrucken und den Kontrast im Ausdruck zu bewerten. Sind farbiger Text oder Grafiken nur schlecht lesbar, könnten Mitarbeiter bei der Wahrnehmung der Informationen Schwierigkeiten haben. Passen Sie in solchen Fällen die Farben dieser Elemente an.

Vermeiden Sie es, Informationen ausschließlich über Farbe zu transportieren. Wenden Sie stattdessen eine farbunabhängige Darstellung an. Sollte eine farbunabhängige Darstellung nicht möglich sein, ergänzen Sie die Darstellung um weitere Informationen.

Verwenden Sie zur Darstellung von Hyperlinks in Fließtexten ein einheitliches Schema. Alle Links sollten unterstrichen dargestellt werden und sich nicht nur ausschließlich durch eine andere Textfarbe von Fließtext unterscheiden.

5. Stellen Sie die Zugänglichkeit aller Inhalte über sie Tastatur sicher.

Achten Sie darauf, dass Funktionen unabhängig vom Eingabegerät oder Ausgabegerät nutzbar sind und alle Inhalte in der richtigen Reihenfolge über die Tabulaturtaste erreichbar sind:

"Die Bedeutung einer barrierefreien Tastatursteuerung darf nicht unterschätzt werden und wird in zahlreichen Richtlinien der WCAG20 thematisiert. Treten dabei gravierende Mängel auf, kann die Seite möglicherweise nicht als barrie- refrei im Sinne der WCAG20 eingestuft werden. Ein Beispiel sind Tastaturfallen, die nach Konformitätsbedingung 5 eine Konformität mit einer der drei Konfor- mitätsstufen verhindern.1 Tastaturfalle meint, dass fokussierte Inhalte mit den üblichen Tastenbefehlen wie der Tabulatortaste nicht mehr verlassen werden können." (HELLBUSCH / PROTEISCH 2011, 631)

6. Vermeiden Sie blinkende und flackernde Elemente

Vermeiden Sie blinkende bzw. sich bewegende Inhalte und Elemente, da diese insbesondere für Sehbehinderte erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen bereiten können.

Sofern Sie Videos, blinkenden oder sich bewegenden Text oder andere dynamische Inhalte integrieren, muss die Dynamik vom Nutzer gestoppt werden können. Stellen Sie dazu Steuerelemente für einzelne Inhalte oder am Anfang der Seite für alle dynamischen Inhalte einer Seite zur Verfügung.

Vermeiden Sie flackernde Inhalte und Elemente:

"Flackernde Elemente (im Bereich 2 bis 55 Hz) können bei Nutzern mit fotosensitiver Epilepsie Anfälle auslösen. Hierbei geht es speziell um abrupte Veränderungen am Bildschirm oder einer Fläche in kurzen Abständen und nicht um kontinuierliche Bildübergänge, die typisch für Video-Inhalte sind. Aber Flackern kann auch in einem Video vorkommen, etwa wenn darin Blitze oder schnell wechselnde Bilder auftauchen."

(HELLBUSCH / PROBIESCH 2011, 236)

7. Stellen Sie übersichtliche und informative Navigationsmechanismen bereit

Vermeiden Sie wenn möglich gleich lautende Linktext-Phrasen wie „hier klicken“ oder „mehr“. Blinde Nutzer verwenden Linktexte oft, um einen schnellen Überblick über eine Seite zu erlangen. Dieses Vorgehen ermöglicht ihnen, sich auch auf ansonsten schlecht zugänglichen Seiten zumindest grob zu orientieren.

Sollten gleich lautende Linktexte nicht zu vermeiden sein, so geben Sie über das title-Attrubut eine eindeutige und unverwechselbare Information zum Linkziel an.

Verwenden Sie auf allen Unterseiten eine einheitliche Hauptnavigation und bieten Sie Orientierungshilfen, zum Beispiel in Form von Übersichtsseiten über die zentralen Informationen Ihrer Inhalte an.

Machen Sie die der Nutzerin und dem Nutzer die aktuelle Position im Webauftritt wahrnehmbar.

8. Geben Sie die Hauptsprache an und kennzeichnen Sie Sprachwechsel

Die Definition der verwendeten Hauptsprache ist für eine verständliche Aussprache von Screenreadern wichtig, aber auch für Tools wie Autoren- und Übersetzungswerkzeuge.

"Das Universalattribut lang spezifiziert in HTML-Dokumenten die Sprache eines Elementinhalts. Neben dem lang-Attribut existiert für XML-Dokumente das Attribut xml:lang. Beide Attribute bewirken im Browser das Gleiche. Das W3C empfiehlt, für XHTML-Dokumente sowohl lang als auch xml:lang zu notieren und beiden Attributen den gleichen Wert zuzuweisen. Aus praktischer Sicht, d.h., beim Lesen von HTML-Dokumenten mit Screenreadern, ist aber das lang- Attribut ausschlaggebend. Das xml:lang-Attribut hingegen ist beim CSS-Einsatz wichtig." (HELLBUSCH / PROTEISCH 2011, 562) 

Von der Hauptsprache abweichende Abschnitte, Sätze oder Worte sollten mit dem lang-Attrubut ausgezeichnet werden.

9. Bauen Sie Datentabellen korrekt auf 

Datentabellen präsentieren in der Regel Zahlenmaterial. Die Bedeutung der Daten in den einzelnen Zellen beruht dabei auf den Spalten- und Zeilenüberschriften, die gewöhnlich in der ersten Zeile oder Spalte definiert sind. Daher ist die Bedeutung eines Zellenwertes ohne Kenntnis der zugehörigen Spalten- und Zeilenüberschrift – etwa bei einer vorgelesenen, linearisierten Version – nicht verständlich. HTML bietet Autoren mehrere Sprachelemente, um Datentabellen auch für Anwender von Hilfsmitteln verständlich zu machen.

Nutzen Sie diese Elemente, damit auch Anwender, die Tabellen nicht visuell sondern durch Hilfsmittel linearisiert wahrnehmen, die darin abgebildeten Zusammenhänge leichter verstehen können. Es kann auch sinnvoll sein, für Datentabellen eine leichter zugängliche und damit verständlichere, äquivalente Text-Alternativen bereitzustellen, die die wichtigsten Informationen der Tabelle enthält. 

10. Achten Sie auf die korrekte Anwendung der verwendeten Auszeichnungssprachen (insbesondere HTML und CSS)

11. Angemessenheit von Formaten

Verwenden Sie angemessene und vollständig dokumentierte Technologien. Nutzen Sie daher das PDF-Format nur, wenn es für die Erfüllung der angestrebten Aufgabe erforderlich ist, also in HTML nicht abgebildet werden kann.

12. Stellen Sie barrierefreie PDF-Dokumente zur Verfügung

Hinweise zur Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente finden Sie hier:

http://www.urz.uni-heidelberg.de/online/barrierefreie_pdf_dokumente_erstellen.html

 

D. Werkzeuge und Informationquellen

1. Browser-Erweiterungen

Für die Überprüfung der einzelnen Aspekte der Barrierefreiheit einer Website eignen sich vor allem folgende Browser-Erweiterungen:

a) Web Developer Toolbar 

Browser-Erweiterung für Firefox mit zahlreichen nützlichen Funktionen für die Prüfung auf Zugänglichkeit.

Die jeweils aktuelle Version ist erhältlich unter:

http://chrispederick.com/work/firefox/webdeveloper/

 

b) Web Accessibility Toolbar (WAT)

Plugin für den Internet Explorer mit zahlreichen nützlichen Funktionen für die Prüfung auf Zugänglichkeit.

Die jeweils aktuelle Version ist erhältlich unter:

http://www.paciellogroup.com/blog/2011/03/web-accessibility-toolbar-2011/

 

2. Testverfahren

a) BITV-Test Prüfverfahren zur BITV 2.0 

Der BITV-Test wurde vom Projekt BIK in enger Abstimmung mit Behindertenverbänden, Webdienstleistern und Experten für Barrierefreiheit entwickelt.

Er umfasst 50 Prüfschritte und deckt die erste Prioritätsstufe der BITV 2.0.

Zu jedem Prüfschritt gibt es ausführliche Erläuterungen, die sagen, was genau geprüft wird, warum das wichtig ist und wie in der Prüfung vorzugehen ist. Geprüft werden mindestens 3 repräsentative Seiten sowie, bei dynamischen Webangeboten, relevante Zustände auf den ausgewählten Seiten.

http://testen.bitv-test.de/index.php?a=dl&t=s

 

3. PDF-Prüftools

a) PDF Accessibility Checker (PAC)

http://www.access-for-all.ch/ch/pdf-werkstatt/pdf-accessibility-checker-pac.html

 

b) Acrobat 9 Pro (deutsch)

http://www.adobe.com/products/acrobatpro/

Die Professional-Version ist für die direkte Prüfung der Tag-Struktur erforderlich.

In Readern wird sie nicht angezeigt, Strukturmerkmale, die eher zufällig an den richtigen Stellen aus visuellen Merkmalen abgeleitet worden sind, unterscheiden sich nicht von Ergebnissen systematischer Aufbereitung.

 

4. Literatur

 

HELLBUSCH, JAN ERIC / PROBIESCH, KERSTIN:

Barrierefreiheit verstehen und umsetzen: Webstandards für ein zugängliches und nutzbares Internet

Heidelberg: dpunkt Verlag 2011

 

 

5. Online Informationsquellen 

 

Initiative der Aktion Mensch für ein barrierefreies Internet

http://www.einfach-fuer-alle.de/

 

Das BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V. ist ein privater Zweckverband von derzeit 15 bundesweit tätigen Sozial- und Behindertenverbänden. Sein Ziel ist die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), insbesondere die Herstellung von Barrierefreiheit.

http://www.barrierefreiheit.de/

 

einfach teilhaben - Das Webportal für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Verwaltungen und Unternehmen

http://www.einfach-teilhaben.de

 

BITV-Test Infothek

http://www.bitvtest.de/infothek.htm

 

Aktuelle Screenreader im Vergleichstest

http://www.bitvtest.de/infothek/artikel/lesen/screenreadertest-10.html

 

Checkliste: barrierefreie PDF-Dokumente

http://www.einfach-fuer-alle.de/artikel/checkliste-barrierefreie-pdf/

 

 

 

 

Verantwortlich: Urs Krämer
Letzte Änderung: 07.11.2013
zum Seitenanfang/up