Elm

Hier wird das Mail-Programm Elm beschrieben werden, das auch leicht zu bedienen ist. Das Programm ist eine besonders benutzerfreundliche Oberfläche zum Verschicken von elektronischer Post. Elm ist im Prinzip selbsterklärend. Ausführliche Erläuterungen erhält man durch man elm und durch Drücken der Taste ? im Programm selbst.

Beispiel:

Sie möchten eine Nachricht an z99 im URZ senden:

elm z99@ix.urz.uni-heidelberg.de 

Wenn es sich (wie in diesem Fall) um einen lokalen Rechner handelt, kann der Domain-Name urz.uni-heidelberg.de wegfallen.

Es werden folgende Dateien benutzt: der Ordner Mail, in dem die eigentlichen Nachrichten und der Ordner .elm, in dem die Konfigurationsdateien stehen.

Ein Adressenverzeichnis erzeugt man, indem man nach Aufruf von Elm a eintippt. Diese Adressen werden dann in Dateien aliases.data, aliases.hash und aliases.text abgelegt. Diese Dateien kann man nicht editieren.

Eine Benutzeranpassung kann man über Optionen auswählen, einige von diesen werden durch Drücken der Taste o und anschließendem save in der Datei .elm/elmrc abgespeichert. So kann z. B. der Editor, der standardmäßig vi ist, über die Taste e geändert werden. Dabei ist zu beachten, dass der gewählte Editor mit seinem ganzen Pfadnamen angegeben werden muss. Falls man diesen nicht weiß, so erfährt man ihn mittels des Unix-Kommandos which.

Beispiel:

 

which pico

liefert: /usr/local/bin/pico.

Eine Auswahl der zur Verfügung stehenden Editoren findet man im Application-Manager. Viele weitere Optionen können jedoch nur durch Editieren dieser Datei gesetzt werden. Eine Beschreibung aller Optionen finden Sie in der Datei /usr/local/lib/elmrc-info, eine Beispieldatei ist /usr/local/lib/elmrc-demo. Standardmäßig wird die verschickte Post nicht aufgehoben, diese Funktion wird über die Option copy = ON eingeschaltet.

Eine zu sendfile bzw. transmit analoge Funktion gibt es im Internet nicht. Textdateien können als Mail verschickt werden z. B. elm Adresse Dateiname. Dabei ist Adresse der Name des Empfängers und Dateiname die zu versendende Datei. Binäre Dateien müssen vor dem Verschicken mittels uuencode in Textdateien umgewandelt werden. Der Empfänger kann diese mittels uudecode wieder in den Originalzustand umwandeln.

Beispiel:

uuencode Dateiname <Dateiname | elm Adresse

In Elm kann eine so kodierte Datei direkt über das Kommando pipe - erreichbar über die Taste | - und Eingabe von uudecode in eine binäre Datei umwandelt werden.

Elm unterstützt auch das Versenden und Empfangen von Multimedia-Files (wie z. B. Grafiken, Postscript-Dateien) über die MIME-Erweiterung (Multipurpose Internet Mail Extensions). Siehe hierzu die Dokumentation in /usr/local/doc/mime .

Beispiel:

Um die Grafik froggy.gif in eine Mail einzubinden, muss folgende Zeile in den Text eingefügt werden:

[include froggy.gif image/gif base64]
Verantwortlich: Team Internetdienste
Letzte Änderung: 19.02.2008
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