Videokonferenzen am Universitätsrechenzentrum Heidelberg

Das URZ kann die Durchführung von Videokonferenzen mit technischer Ausrüstung und professionellem Know-how unterstützen. Der folgende Text informiert über verschiedene Konferenz-Arten, von uns empfohlene Techniken und die Organisation einer Videokonferenz über das URZ.

Auswahl des Konferenz-Verfahrens

Es lassen sich zwei Konferenz-Verfahren unterscheiden: Die Point-to-Point-Konferenz (Konferenz zwischen zwei Systemen) und die Multi-Point-Verbindungen (Konferenz zwischen mehr als zwei Systemen).

Point-to-Point ist die am häufigsten genutzte Variante. Zwei Teilnehmer verabreden sich mit Hilfe einer Software zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie können sich während der Konferenz sehen und hören, können Dokumente austauschen, gemeinsam an Projekten zeichnen oder Programme gemeinsam starten. Die dazu gängigste Software war bislang Microsoft Netmeeting. Jedoch wird Netmeeting nicht mehr weiter entwickelt, weshalb wir die Verwendung modernerer Software empfehlen.

Nehmen mehr als zwei Personen an der Konferenz teil, wird es aufwendiger: Hier wird eine MCU (Multipoint Control Unit) benötigt. Eine solche MCU wird über das Deutsche Forschungsnetz (DFN) vom URZ für Videokonferenzen angeboten. Sie stellt einen virtuellen Raum zur Verfügung, in dem sich die Teilnehmer treffen. Anstelle des Gegenübers wird eine spezielle Konferenzraum-Nummer der MCU angewählt. Damit Teilnehmer mit den unterschiedlichen Techniken ISDN und LAN konferieren können, wird ein Gateway benötigt, das die ISDN-Signale passend für die MCU umsetzt. Die Zugangskontrolle erfolgt über ein spezielles Gerät des DFN, den so genannten Gatekeeper.

Empfohlene und unterstützte Technik

HD-Videokonferenzanlage

Videokonferenz im URZ

Das URZ verfügt über eine professionelle Videokonferenz-Anlage der Firma LifeSize: das Modell „LifeSize Room“. Hauptmerkmal der Anlage ist neben der Verfügbarkeit der Videokonferenzstandards H.323 und SIP die Übertragung des Videobildes in High-Definition-(HD)-Auflösung. Dank der Verwendung des modernen Videocodecs H.264 sind HD-Übertragungen schon ab 1,5 Megabit pro Sekunde möglich. In der Regel finden aber die von uns durchgeführten Videokonferenzen mit einer höheren Datenrate (6 Mbps) statt, so dass eine brillante Bildqualität ein Standardmerkmal der Anlage ist. Als HD-Auflösung wird 720P (1280 x 720 Pixel) verwendet.

Mehrpunktkonferenzen mit mehr als zwei Teilnehmern werden normalerweise mit Hilfe unserer Anlage und der vorhandenen Videokonferenztechnik des DFN (MCU, Gatekeeper) durchgeführt. Die LifeSize Room hat selbst eine Multipoint-Controll-Unit (MCU) für vier gleichzeitige Video- und sechs gleichzeitige Audio-Teilnehmer eingebaut.

Zur Präsentation von Multimedia-Inhalten (Powerpoint-Vorträgen oder Videofilmen) verfügt die Anlage über die Sharing-Technologie H.239. Präsentationen werden bei dieser Technik als völlig eigenständiger Video- und Audiokanal übertragen. Die Anlage besteht aus dem Übertragungscodec, einer fernsteuerbaren HD-Videokamera und einem hoch sensiblen Tischmikrofon. Über letzteres kann die Anlage übrigens, bei einem Defekt der Fernbedienung, auch gesteuert werden. Die Anlage wird von einem 52–Zoll-LCD-Monitor für die Videoübertragung, sowie einem HD-fähigen Beamer für Präsentationen ergänzt.

Software-Lösungen

Es gibt auch die Möglichkeit, einfache H.323 Videokonferenzen mit Hilfe von Software-Lösungen durchzuführen. Die Leistungsfähigkeit der verwendeten Rechner hat dabei eine entscheidende Auswirkung auf Bild und Tonqualität. Das heißt, nur ausreichend schnelle Rechner können die beste Video- und Audioqualität liefern. Die vom Software-Client verwendeten MPEG-4-Kompressoren benötigen bei Live-Codierung eine entsprechende Rechner-Leistung. Auch ein Kanal für Präsentationen etc. ist bei den Software-Lösungen möglich. Neben einer großen Auswahl kommerzieller Videokonferenz-Klienten sind auch Opensource-Clients für diverse Betriebssysteme verfügbar.

Als Kameras eignen sich Webcams wie z. B. die Logitech QuickCam Pro 9000, mit der wir bei Tests gute Ergebnisse erzielen konnten. Sie ist für alle Monitor-Typen geeignet und verfügt über eine gute Optik.

Zur Tonübermittlung empfiehlt sich entweder ein Freisprechgerät mit USB-Anschluss, wie z. B. der Polycom Communicator 100, oder alternativ ein gutes Headset.

Buchung und Durchführung der Konferenz

Um den Möglichkeiten der Anlage gerecht zu werden, hat das URZ seine ehemalige Bibliothek in Raum 109 zum Videokonferenz-Raum umgestaltet. Anfragen zur Nutzung der Anlage und zu anfallenden Nutzungskosten können Sie unter videokonferenz@uni-hd.de oder telefonisch unter 06221-544599 an Klaus Kirchner richten.

Verantwortlich: Team Medienzentrum
Letzte Änderung: 16.05.2011