Unix-Cluster Hinweise - Universitätsrechenzentrum Heidelberg

Editor Mule
(Multilingual Enhancement to GNU Emacs)

Mule ist eine Erweiterung zu GNU Emacs und dient zum Erstellen, Anzeigen und Ausdrucken von Texten in den verschiedensten Schriften (Lateinisch, Chinesisch, Koreanisch, Japanisch, Griechisch, Hebräisch, Arabisch usw.). Die derzeitige Mule Vers. 2.3 setzt auf Emacs Vers. 19.28 auf. Es wird durch mule ... aufgerufen, siehe man mule. Innerhalb von Mule 2.3 gibt es alle Emacs-19.28- und zusätzliche Mule-Funktionen und deren Kombinationen, z.B. im Zusammenhang mit Mail (Empfangen und verschicken Japanischer Mail, Chinesischer News usw.). Man beachte aber, daß die Emacs-Version am URZ bereits 19.30 ist und über Emacs 19.28 hinausgehende Emacsfunktionen unter Mule nicht verfügbar sind.

Wer sich in Mule einarbeiten will, sollte mit dem Studium der FAQ´s anfangen. Sie stehen im Verzeichnis

/afs/urz/share/mule-2.3/etc/FAQ-Mule...
in englisch, chinesich, japanisch, koreanisch und thai. Als nächstes kann man dann im Info (F1 i) Mule (englisch) oder die benachbarten japanischen Stichworte anklicken. Am wichtigsten für den Einstieg ist wohl der Mule-Unterpunkt Languages, wo erklärt wird, welche Schriften unterstützt werden, wie man den jeweiligen Schriftmodus einschaltet und dann nichtlateinische Zeichen eingibt. Das Strichwort R2L beschreibt die Umschaltung der Schriftrichtung (links -> rechts v.v). Das besondere Format der Moduszeile von Mule ist ebenfalls unter Info beschrieben.

Als nächstes möchte man vielleicht Files mit fremden Schriften ausdrucken, z.B. die eine oder andere Info-Seite. Hierfür gibt es die drei Hilfsprogramme any2ps, coco und m2ps, mit denen sich druckbare PostScript-Files herstellen lassen. Für m2ps und coco siehe die Manualseiten; die Argumente von any2ps (die any2ps-Manualseite ist abhandengekommen) sind weitgehend die gleichen wie für m2ps.

Beispiel: Konvertieren und ausdrucken eines Puffers mit (oder ohne) irgendwelche exotischen Schriften; [Erläuterungen in eckigen Klammern]: C-x h [Markieren des ganzen Puffers; man kann auch einen Ausschnitt markieren] M-| [Das Kommando shell-command-on-region aufrufen] any2ps | lpr -Pf68umps Enter [Den markierten Pufferinhalt nach PostScript konvertieren und auf dem Comparex Schnelldrucker ausgeben] Durch zusätzliche any2ps-Aufrufargumente kann man Schriftgröße, linken Rand, Zeilenabstand, Seitenlänge usw. verändern, siehe man m2ps.


Verantwortlich für den Inhalt: Joachim Walsdorff
Datum der letzten Änderung: 25.3.1996

Bei Fragen zum Unix-Cluster können Sie sich auch an die Beratung wenden.


[UP] [TOP] [HOME] [SEARCH][HELP]